Mit und ohne Horst Schlemmer
Kultfigur Horst Schlämmer ist mittlerweile fast wöchentlich im Fernsehen zu sehen, aufgrund des Erfolges ist es legitim, dass ein Spiel folgt. Wobei man sich fragt, warum es nur so halbherzig umgesetzt wurde.
Grafik:
Wie es sich für ein Quizspiel gehört enthält das Quiz mit Horst Schlämmer verschiedene Hintergründe, die je nach Frage wechseln (bei Sportfragen gibt es beispielsweise ein Kraftraum mit einem Gewichtheber zu sehen, der flashgameartig seine Gewichte hoch stemmt ). Die variablen Hintergründe sind soweit in Ordnung und scharf aufgelöst, aber spärlich animiert. Zwischenzeitlich schaltet sich Horst Schlemmer per Videoeinblendung zu. Qualitativ hätten die Videos aber etwas schärfer sein können.
Steuerung:
Auch ohne die Mausunterstützung kommt man gut aus. Wählbare Kategorien und Antwortmöglichkeiten werden mit den jeweiligen Tasten ( 1-5 ) ausgewählt. Dank der Tastatursteuerung findet man sich auch im Multiplayer gut zurecht, denn so können verschiedene Personen einfach auf die Antwortmöglichkeiten zugreifen – mit der Maus wäre das etwas schwieriger mit mehreren Personen. Leider gibt es nicht viele Einstellungsmöglichkeiten.
Sound:
Ein Manko vorneweg: Horst Schlemmer stellt nicht die Fragen ( den Part übernimmt ein gut gesprochener Unbekannter ), sondern schaltet sich bloß in gewissen Situationen ein. Wenn man zum Beispiel lange braucht um eine Antwort zu finden, gibt der entnervte Herr Schlemmer einen trotzigen Kommentar ab oder beginnt gar eine Trommelorgie, damit wir aufwachen. Keine Frage, das ist sehr amüsant, aber es wäre doch schön gewesen, wenn der Horst persönlich die Fragen vorgelesen hätte. Noch ein Wort zur Musik: die ist nach einer Weile nervig, dudelt zum Glück aber nicht so penetrant aus den Boxen.
Gameplay:
Geht es los, stehen 5 Fragen zur Auswahl, die ausgewählt werden können. Im Vorfeld ist über die aber nichts bekannt, nur die zu gewinnende Summe bei richtiger Beantwortung und eine kleine Überschrift (stimmt den Spieler sozusagen auf die folgende Frage ein ). Dabei gilt: je mehr Geld Sie gewinnen können, desto schwieriger ist sie zu lösen. Von einfachen bis kniffligen Fragen ist alles dabei. Gehirnzellen werden teilweise enorm strapaziert, da einige Fragen zuweilen fast unlösbar erscheinen. Gut, dass es nach der Beantwortung und Auswertung der Frage eine interessante, kurz und knapp gehaltene Antwort gibt. So lernt man auch was und kennt nicht nur das alleine stehende Lösungswort.
Multiplayer:
Im Multiplayer entfaltet sich das Horst Schlemmer-Quiz erst richtig. Denn hier messen Sie sich mit Freunden und Bekannten – und dem Zeitlimit. Bei jeder Frage läuft eine \”Zeituhr\” und zieht je nach dem wie lange Sie brauchen Geld ab. Also ist schnelles Handeln gefragt – ein netter Nebenaspekt, der ein bisschen Fahrtwind ins Spiel bringt.
Fazit:
Etwas schade finde ich, dass Horst Schlemmer nicht so recht ins Spiel einbezogen wird. Zwar kommen immer wieder lustige Einblendungen, in denen sich Spaßvogel Schlemmer zu Wort meldet, allerdings stellt er nicht selbst die Fragen – das hätte der Atmosphäre gut getan. Sonst ist das Horst Schlemmer – Quiz spaßig, fordernd und besonders im Multiplayer interessant – sofern man Horst Schlemmer Sympathien abgewinnen kann.
Sonstiges:
„Weisse Bescheid“ gibt es in 2 Ausführungen, der normalen Edition und in der Sammler-Edition. Letztere beinhaltet zusätzlich zum Spiel und dem Handbuch noch eine Making-Off DVD mit exklusiven Szenen ( mehr als 30 Minuten ). Beide Varianten sind günstig zu erstehen, die Sammler-Edition für 20 €, die normale für 10 € ( bei amazon.de ).
Hardwareanforderungen:
* Minimale:
Windows XP SP2, DirectX ab Version 7 , CPU mit 1.0 Ghz, 512 MB Arbeitsspeicher, DirectX 7 kompatible Grafikkarte mit mind. 128MB , Soundkarte, ca. 3GB freier Festplattenspeicher und DVD Laufwerk
* Empfohlene:
Windows XP SP2, DirectX ab Version 7, CPU mit 1.5 Ghz, 512 MB Arbeitsspeicher, DirectX 7 kompatible Grafikkarte mit mind. 128MB, Soundkarte, ca. 3GB freier Festplattenspeicher und DVD Laufwerk