Lukas Tom Blog

15. Februar 2010

CounterStrike: Source

Abgelegt unter: gamereview — admin @ 6:52 PM

2-Klassengesellschaft

\”Counterstrike\” dürfte jedem PC-Interessiertem ein Begriff sein, selbst Außenstehende können das Wort einem Spiel zuordnen. Nach vielen Berichten über Counterstrike in der heiß diskutierten Killerspiel-Welle ist der weltweit meist gespielte Online-Shooter auch bei Anti-PClern angekommen. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Was aber Fakt ist: Counterstrike ist der bekannteste Ego-Shooter, der speziell im Internet gespielt wird. Angefangen mit \”Counterstrike 1.6\”, einer ursprünglichen Modifikation für Half-Life, über eine nicht ganz so gelungene Version mit Namen \”Counterstrike: Condition Zero\” bis hin zur aktuellsten Ausgabe \” CS Source\”.

\”Counterstrike Source\” verändert das ursprüngliche Spielprinzip nicht, dafür wurden einige Details am Gameplay verändert. Was völlig neu ist: eine ansprechende Grafikengine.

—Das Spielprinzip—

Allseits bekannt gibt es auch in \”Source\” 2 Parteien ( Terroristen, Spezialeinheit ), die sich gegenseitig auf den Maps bekämpfen. Auf den mit _de endenden Karten versuchen die Terroristen eine Bombe auf einem gekennzeichneten Platz zu platzieren, die Aufgabe der Anti-Terrors ist es natürlich diese zu entschärfen oder die Terroristen am Bombenlegen zu hindern.

Auf den Karten, die mit _cs enden dreht sich wiederum alles um eine Geisel ( oder mehrere ), die sich in den Händen der Terroristen befindet. Als Anti-Terror gilt es diese zu befreien, bevor der Timer ( wie bei den _de-Karten ) abgelaufen ist.

Optional besteht auch die Möglichkeit, alle Feinde zu neutralisieren, um den Rundensieg zu erlangen. Dabei gibt es aber weniger Punkte und Geld für den einzelnen Spieler.

—Die Bewaffnung & das Preissystem—

Um die Ziele zu erfüllen steht jeder Fraktion ein großes Spektrum an Waffen zur Verfügung. Über Pistolen ( Nighthawk bspw. ), Maschinenpistolen ( MP 5, Uzi ), Gewehre ( M4, AK47 ) über Maschinengewehre ( mit 100 Schuss ) bis hin zu Blend – Rauch – und Splittergranaten steht alles bereit was sich ein Onlinegamer in solch einem Szenario wünscht. Zudem lässt sich auch Geld in besondere Ausrüstung wie eine Kevlar-Weste oder ein Nachtsichtgerät investieren. In \”CS Source\” werden die Ausrüstungsgegenstände nämlich gekauft. Zwar startet jeder Spieler mit einer Pistole und einem Messer, aber damit lässt sich nicht viel ausrichten. Für eine gute Waffe ( M4, AK47 ) muss man zum Beispiel um die 3200 € bezahlen, eine durchschlagskräftige Desert Eagle kostet vergleichsweise 800 €. Für jeden Abschuss und für jeden Rundensieg erhält man eine entsprechende Menge Geld.

—Gameplay & Hitboxes—

Je nach Waffenstärke benötigt man zum Abschuss ein paar oder ein halbes Dutzend Treffer. Mit schwerem Geschütz sind Kopftreffer tödlich, sofern der Beschossene keine Kevlar-Weste trägt – dann benötigt man 2 Schüsse. Mit der Standardpistole hingegen reichen erst 3,4 Kopftreffer, bis der Gegner zu Boden geht. Alle Waffen sind gut balanciert, zumal sie auch verschieden stark streuen und verziehen. Im Grunde ist „CS Source“ realistisch ausgelegt, aber reicht lange nicht an Simulationsgrößen wie „Armed Assault“ heran. Eher steht die Action im Vordergrund, gewürzt mit einer Prise Taktik.

—Spielertypen—

Auf den Server sind verschiedene Spielertypen unterwegs:

Rusher: stürmt erbarmungslos auf die Gegner zu und hat so kaum eine Chance lange zu überlegen. Im Laufen schießt man außerdem ziemlich unpräzise.

Taktiker: wartet an strategisch wichtigen Punkten auf sein Team und rückt mit dem vor. Die Überlebenschance steigt, denn wer behutsam vorgeht warnt die Gegner nicht vor und trifft auch genauer.

Camper: der unbeliebteste Spielertyp wartet an schlecht einsehbaren Stellen und schießt auf alles was sich bewegt. Vorteil: er überrascht den Gegner. Nachteil: kann selber erwischt werden, da er nur auf einer Stelle verharrt.

Ein Profi-Spieler vermischt all diese Spieltypen, um unberechenbar zu sein. Da Source nun auch schon etwas in die Jahre gekommen ist, befinden sich etliche Top-Spieler auf den Servern, demnach ist es für Neuankömmlinge schwer Anschluss zu finden. Oder man sucht sich alternativ einen Server, auf dem sich nicht ganz so starke Mitspieler befinden.

—Half-Life 2 Technik—

\”CS Source\” verwendet die hauseigene Source-Engine, die neben detaillierten Schauplätzen auch ein tolles Physiksystem vorzuweisen hat. In „Source“ wirkt sich das auf die getroffenen Gegner aus. Verliert letzterer sein Leben, sackt er physikalisch korrekt zusammen oder fliegt meterweit durch die Luft, wenn ihn eine Grante erwischt hat. Alle Schauplätze sehen sehr schön aus, glänzen mit Effekten wie HDR und Bloom.
Dazu gefallen die Texturen der Locations sowie der Figuren und der Waffen. Kantige Objekte trüben den Eindruck nur minimal.

—\”Ok, let´s g\”!—

Neben den ordentlich klingenden Schussgeräuschen, bekommt man die Befehle bzw. die Aussagen der Teamkollegen zu hören. Die klingen auch in der deutschen Version gut, sind in der englischen aber passender vertont worden ( peppiger ).

—Servercheck—

Server finden Suchende reichlich. Mittlerweile sind abertausende online, somit findet jeder seinen passenden. Seien es Funmaps oder offizielle, Server erreicht man dazu jeden Tag. Die Erreichbarkeit ist im Schnitt sehr gut, nur wenige Server haben eine schlechte Latenz.

—Karten—

Die Maps in \”CS Source\” sind abwechslungsreich und bieten jedem etwas. Offizielle Maps sprechen Gelegenheits – und Clangamer an, Funmaps sind für zwischendurch oder für späte Abendstunden gut geeignet. Maps sind in solch einer Fülle verfügbar, das andere Multiplayer-Games da nicht mithalten können.

Fazit:

CS Source ist durchweg grandios und offenbart kaum Mängel. Jeder Multiplayer-Interessierte sollte einen Blick wagen.

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Weisse Bescheid? Das Horst Schlämmer Quiz

Abgelegt unter: gamereview — admin @ 6:51 PM

Mit und ohne Horst Schlemmer

Kultfigur Horst Schlämmer ist mittlerweile fast wöchentlich im Fernsehen zu sehen, aufgrund des Erfolges ist es legitim, dass ein Spiel folgt. Wobei man sich fragt, warum es nur so halbherzig umgesetzt wurde.

Grafik:

Wie es sich für ein Quizspiel gehört enthält das Quiz mit Horst Schlämmer verschiedene Hintergründe, die je nach Frage wechseln (bei Sportfragen gibt es beispielsweise ein Kraftraum mit einem Gewichtheber zu sehen, der flashgameartig seine Gewichte hoch stemmt ). Die variablen Hintergründe sind soweit in Ordnung und scharf aufgelöst, aber spärlich animiert. Zwischenzeitlich schaltet sich Horst Schlemmer per Videoeinblendung zu. Qualitativ hätten die Videos aber etwas schärfer sein können.

Steuerung:

Auch ohne die Mausunterstützung kommt man gut aus. Wählbare Kategorien und Antwortmöglichkeiten werden mit den jeweiligen Tasten ( 1-5 ) ausgewählt. Dank der Tastatursteuerung findet man sich auch im Multiplayer gut zurecht, denn so können verschiedene Personen einfach auf die Antwortmöglichkeiten zugreifen – mit der Maus wäre das etwas schwieriger mit mehreren Personen. Leider gibt es nicht viele Einstellungsmöglichkeiten.

Sound:

Ein Manko vorneweg: Horst Schlemmer stellt nicht die Fragen ( den Part übernimmt ein gut gesprochener Unbekannter ), sondern schaltet sich bloß in gewissen Situationen ein. Wenn man zum Beispiel lange braucht um eine Antwort zu finden, gibt der entnervte Herr Schlemmer einen trotzigen Kommentar ab oder beginnt gar eine Trommelorgie, damit wir aufwachen. Keine Frage, das ist sehr amüsant, aber es wäre doch schön gewesen, wenn der Horst persönlich die Fragen vorgelesen hätte. Noch ein Wort zur Musik: die ist nach einer Weile nervig, dudelt zum Glück aber nicht so penetrant aus den Boxen.

Gameplay:

Geht es los, stehen 5 Fragen zur Auswahl, die ausgewählt werden können. Im Vorfeld ist über die aber nichts bekannt, nur die zu gewinnende Summe bei richtiger Beantwortung und eine kleine Überschrift (stimmt den Spieler sozusagen auf die folgende Frage ein ). Dabei gilt: je mehr Geld Sie gewinnen können, desto schwieriger ist sie zu lösen. Von einfachen bis kniffligen Fragen ist alles dabei. Gehirnzellen werden teilweise enorm strapaziert, da einige Fragen zuweilen fast unlösbar erscheinen. Gut, dass es nach der Beantwortung und Auswertung der Frage eine interessante, kurz und knapp gehaltene Antwort gibt. So lernt man auch was und kennt nicht nur das alleine stehende Lösungswort.

Multiplayer:

Im Multiplayer entfaltet sich das Horst Schlemmer-Quiz erst richtig. Denn hier messen Sie sich mit Freunden und Bekannten – und dem Zeitlimit. Bei jeder Frage läuft eine \”Zeituhr\” und zieht je nach dem wie lange Sie brauchen Geld ab. Also ist schnelles Handeln gefragt – ein netter Nebenaspekt, der ein bisschen Fahrtwind ins Spiel bringt.

Fazit:

Etwas schade finde ich, dass Horst Schlemmer nicht so recht ins Spiel einbezogen wird. Zwar kommen immer wieder lustige Einblendungen, in denen sich Spaßvogel Schlemmer zu Wort meldet, allerdings stellt er nicht selbst die Fragen – das hätte der Atmosphäre gut getan. Sonst ist das Horst Schlemmer – Quiz spaßig, fordernd und besonders im Multiplayer interessant – sofern man Horst Schlemmer Sympathien abgewinnen kann.

Sonstiges:

„Weisse Bescheid“ gibt es in 2 Ausführungen, der normalen Edition und in der Sammler-Edition. Letztere beinhaltet zusätzlich zum Spiel und dem Handbuch noch eine Making-Off DVD mit exklusiven Szenen ( mehr als 30 Minuten ). Beide Varianten sind günstig zu erstehen, die Sammler-Edition für 20 €, die normale für 10 € ( bei amazon.de ).

Hardwareanforderungen:

* Minimale:
Windows XP SP2, DirectX ab Version 7 , CPU mit 1.0 Ghz, 512 MB Arbeitsspeicher, DirectX 7 kompatible Grafikkarte mit mind. 128MB , Soundkarte, ca. 3GB freier Festplattenspeicher und DVD Laufwerk
* Empfohlene:
Windows XP SP2, DirectX ab Version 7, CPU mit 1.5 Ghz, 512 MB Arbeitsspeicher, DirectX 7 kompatible Grafikkarte mit mind. 128MB, Soundkarte, ca. 3GB freier Festplattenspeicher und DVD Laufwerk

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Der Pate: Das Spiel

Abgelegt unter: gamereview — admin @ 6:50 PM

Das typische EA-Produkt

EA´s \”Der Pate\” richtet sich vom Spielprinzip her an die GTA-Serie, sprich eine frei befahrbare Spielwelt mit vielen Aufgaben, unterschiedlichen Stadtvierteln und einem aufrüstbaren Charakter. Wie sich herausstellt, macht das Mafia-Spiel aber auch vieles anders.

—Wie alles begann—

Spiele, in denen Mafiosos ihr Dasein finden, erzählen meist eine dramatische Geschichte mit Intrigen, zahlreichen Wendungen oder Attentaten. Ein Attentat wird auch auf ein Haupt des Mafia-Clans vom berühmt berüchtigten Don Vito Corleone ausgeübt. In einer spannenden Introsequenz erlebt man diesen Anschlag hautnah mit, genauso wie der kleine Sohn des Gepeinigten, der später durchlöchert zusammensackt. Nachdem Boss Corleone persönlich auftaucht und dem traumatisierten Jungen mitteilt, dass die Rache später in seinen Hände liege findet man sich auch schon im Charakterfenster des anscheinend gereiften Mannes wieder.

—Vornehm oder Rüpelhaft—

Ganz nach dem persönlichen Geschmack wird der spätere Held aus vielen Einstellungen zusammengezimmert. Wie soll er aussehen ( Augenfarbe, Nasengröße, Hautfarbe )? Wie soll er gekleidet sein ( schmucke Weste, vornehmes Jackett, Anzug ) ? Die Auswahl lässt keine Wünsche übrig. Sobald alles fertig bearbeitet ist geht es richtig los.

—Der Aufstieg eines Bandenmitglieds—

In Auftrag von Don Vito Corleone absolviert man im Verlauf des Spiels nicht nur Missionen, die sich an den Filmen orientieren, sondern auch optionale. Die Hauptmissionen richten sich prinzipiell nach dem Paten-Film. In einer Mission wird der mächtige Mafia-Boss Corleone wie im Film auf offener Straße von einer verfeindeten Familie angegriffen. Als erstes gilt es in dieser Mission die Straßen von der gegnerischen Gang zu säubern, wobei auch sofort die ungewöhnliche Steuerung auffällt. Das schießen und Ducken ist auch aus anderen Third-Person-Shootern bekannt, das Schlagen und Festhalten der Gegner hingegen ist neu. So kann man die Feinde mit einem Handgriff in die Mangel nehmen und bei gedrückter Maustaste schlagen. Das funktioniert aber nicht ganz so intuitiv, da dabei ständig die Maus hin und her bewegt werden muss. Interessante Idee, die Ausführung ist aber zu knifflig. Es klappt aber auch anders: mit einem Druck auf eine bestimmte Keyboard-Taste schlägt der Retter in der Not viel unkomplizierter zu.

Sind alle Feinde beseitigt, muss die erste Fahrzeugmission bewältigt werden. Da der Don im Sterben liegt heißt es mit Karacho in die nächstgelegene Krankenstation zu rasen. An schießwütigen Polizisten vorbei. Eine Atmosphäre wie im Szenario-Konkurrent \”Mafia\” kommt hierbei aber nicht auf, denn die Grafik ist weit von der Qualität eines \”Mafia\” entfernt. Trotzdem ist die Stadt relativ gut in Szene gesetzt worden.

Neben den ausgezeichneten Storymissionen ( die auch den Besuch im Pferdestall von einem Filmemacher beinhaltet, Kenner werden wissen was damit gemeint ist ) stehen auch unabhängige optionale Aufgaben zur Verfügung. Diese setzen sich oft aus dem selben Prinzip zusammen:

Auftragsmorde ausführen, Schutzgelderpressungen und andere Ganggebiete erobern, um sich den nötigen Respekt zu verdienen. Es gibt 4 Banden in der New Yorker-Stadt, die gegen die Corleones kämpfen:
# Brooklyn: Tattaglia
# New Jersey: Stracci
# Hells Kitchen: Cuneo
# Midtown: Barzini.

Alle Banden gilt es auszuschalten, damit man letztendlich der echte Nachfolger des später gestorbenen Vito Corleones wird. Um eine Gang sprichwörtlich auszuräuchern benötigt es an Sprengstoff, nachdem alle anwesenden Widersacher dem Erdboden gleichgemacht worden sind. Ist ein Bandenquartier in die Luft gejagt worden, gehört es fortan den Corleones.

So steigt man immer weiter im Ansehen und zieht nach circa 20 Spielstunden die Fäden der gesamten Stadt, als neuer Don. Sind die Storymissionen spannend, gestalten sich die sekundären Aufgaben langweilig und vor allem langatmig, weil sie sich ständig wiederholen. Richtig Spaß hat man nur mit den Hauptmissionen, die um die 10 Stunden auf Trab halten. Alle anderen Aufgaben sind nett, aber auf Dauer müde machend.

—Wie originell—

Wie der Film ist auch das Spiel unglaublich gut in Sachen Klanggebung. Sprecher hören sich original an, Musik ist original und die Welt ist originell, wie es eben früher war. Ein GTA-Klon ist \”Der Pate\” aber nicht, zu begrenzt ist die Anzahl der verfügbaren Missionen. Während GTA-Teile bis zu 100 Stunden Unterhaltung bieten, reckt sich \”Der Pate\” mit 20 Stunden netto Spielzeit vergeblich in Richtung des Konkurrenten.

Kurz und knapp:

Mafia-Fans werden ihren Spaß auf jeden Fall haben, müssen aber bedenken, dass EA ein bisschen zu wenig aus dem sonst guten Actionspiel herausgeholt haben.

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Knight Rider – The Game

Abgelegt unter: gamereview — admin @ 6:49 PM

Das ist unmöglich zu K.I.T.T.EN

Knight Rider ist eine Kultserie aus der Vergangenheit, 2002 versuchte sich Entwickler Devilex an einer Spieleumsetzung der Serie. Auch im Rennspiel ist Michael Knight der Hauptprotagonist, wobei man das sprechende Auto KITT nicht vergessen sollte. Im Grunde dreht sich alles um KITT, sozusagen das superduperalleskönner-Auto. Selbstverständlich wird Michael Knight von David Hasselhoff gespielt, auch im Spiel sieht man sein virtuelles Abbild ( das übrigens ganz nett in Szene gesetzt wurde ). Aber anno 2007 kann man vom alten Leid ein Lied singen: Serie bzw. Film hui, PC-Umsetzung pfui. Und im Falle vom Actionrennspiel Knight Rider kann man diese Aussage nur unterstreichen. Doppelt sogar.

Um sich mit den Fähigkeiten von KITT vertraut zu machen spielt man als erstes das Tutorial, welches in der Kampagne auch zwingend notwenig ist, abbrechen lässt es sicht nicht. Schnell hat man das Gefühl eine nicht funktionstüchtige Seifenkiste zu fahren. Das Fahrzeug ist dermaßen schwer kontrollierbar, dass man ein ums andere Mal einen unfreiwilligen Drehen mit KITT praktiziert. Denn das optisch ansprechende Fahrzeug reagiert auf kleinste Lenkbewegungen viel zu direkt, nur mit kleinem, sehr bedachtem Knopfgedrücke lässt sich KITT einigermaßen so lenken, wie man es möchte. Fahrten bringen so kaum Spaß, Fahr – oder Geschwindigkeitsgefühl kommt nur selten auf. Viele Umgebungen gestalten sich kurvig, da es auch durch Berglandschaften geht – dabei bleibt man nicht lange auf der Strecke, sondern kurvt um die entgegenkommenden Passanten-Vehikel und rast schließlich gegen die nächst gelegene Felswand. In dieser Hinsicht schlägt sich sogar die berühmt schlechte Autobahnraser-Serie weitaus besser. Wenigstens lassen sich dort die Autos von Normalsterblichen steuern.

Wer jetzt glaubt, die Kritikpunkte neigen sich dem Ende zu, hat falsch gedacht, sie fangen nämlich gerade erst an. Kommen wir zum nächsten. Das Kollisionsverhalten der Fahrzeuge ist regelrecht lachhaft. Fährt man mit KITT auf Autos zu und kollidiert mit diesen, kippen sie zur Seite weg. Oder einfach mal gar nicht. Scheint ein Auslosungsverfahren zu sein.

Das hat sich das Spiel durch die Clipping-Fehler selbst eingebrockt, die überall im Spiel vorkommen. In den Zwischensequenzen sowie im Spiel selbst. So kommt es vor, dass Texturen unvollendet sind oder Objekte durch eine Wand hindurch gleiten.

Ehrlich gesagt: aufgrund der vielen Fehler vergeht einem der Spielspaß schon im Tutorial. KITTs Fähigkeiten darf man aber nicht außen vor lassen. Er kann nämlich mittels Turbo-Boost einen weiten Satz nach vorn machen, also über alle hinweg springen. Dazu kann er sein Gewicht auf eine Seite verlagern, sodass er auch durch Schlupfwinkel/Schlitze hindurch gelangt.

All diese Eigenschaften muss er im Verlauf des Spiels anwenden, um auch ja rechtzeitig an alle Zielpunkte zu kommen. Oft geht es darum Server zu hacken ( ein weiteres Attribut von KITT ), Schurken zu fassen und so eine ganze Reihe von Bankräubern ( etc. ) das Handwerk zu legen. Die Story und die nett gesprochenen Dialoge sind aber nur nebensächlich, denn letztlich rast man doch nur mit einem Auto herum – und das in einem fehlergeplagten Spiel.

Noch ein Negativbeispiel? Während des Spielens besteht das Menü nur aus 2 wählbaren Punkten: „Spiel verlassen“ oder „weiterspielen“. Wenn man nun aber die Tastaturkürzel für die notwendige Aktion nicht intus hat, ist man aufgeschmissen und ist gezwungen die aktuelle Mission abzubrechen. Danach darf man im Hauptmenü alle Tastaturbegriffe anschauen und muss dann die ganze Mission von vorne spielen. Hatte ich schon erwähnt, dass das Spiel eine karge Grafik vorzuweisen hat?

Fazit:

Man merkt schon, sichtlich begeistert bin ich von diesem Rennspiel nicht.
Ich kann allen nur eins raten: kauft nie dieses Spiel, lieber Urlaubsraser, welches gegen Knight Rider ein hochkarätiger Hit zu sein scheint.

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Baphomets Fluch 3 – Der schlafende Drache

Abgelegt unter: gamereview — admin @ 6:48 PM

Über Templer, Mythen und Kisten

…::: Grafik :::…

Nach den zwei sehr erfolgreichen Vorgängern in 2D konnte man es beim dritten Teil sich nicht nehmen lassen, auch auf den 3D-Zug aufzuspringen. Dabei hat der Entwickler Revolution Software durchaus sehr gute Arbeit geleistet, denn die Personen sind mit ausreichend Polygonen ausgestatten und auch die Umgebung macht was her. Zwar sehen runde Objekte nicht immer perfekt rund aus, aber man hat sich Mühe gegeben und das sieht man. Dafür läuft es auch auf älteren System ruckelfrei. Leider harpert es dann ein bischen bei den Gesichtsanimationen, die doch eher spartanisch daherkommen. Lippensynchron wäre wohl auch etwas viel verlangt, aber ein bischen mehr Mimik wäre nicht schlecht, gerade wenn in den Gesprächen auf die Gesichter gezoomt wird. Im Grunde aber alles im positiven Bereich und die von einigen Fans befürchtete grafische Bruchlandung blieb aus.

…::: Steuerung :::…

Ein häufiges Manko von 3D-Adventures ist die mangelhafte Steuerung in der Spielwelt. Möglicherweise hat BF3 hier in Teilen von der Mitverwertung auf Konsolen profitiert. Die 4 Bewegungstasten lassen euch, abhängig vom Blickwinkel, in die gewünschte Richtung laufen. Hin und wieder dotzt man zwar vor eine Kante, da die Kamerapositionen aber fest vorgegeben sind, läuft man nicht Gefahr, wichtige Dinge zu übersehen. Die 4 Aktionstasten leuchten dann bei Bedarf mit unterschiedlichen Funktionen auf und vereinfachen so das interagieren mit der Umwelt. Etwas schwieriger wird es nur im Inventar. Auch hier gibt es keine Maussteuerung und man muss sich durch sämtliche Gegenstände scrollen, bis das gewünschte Objekt angewählt ist.

…::: Sound :::…

Sprachausgabe und Musik lassen sich mit nur wenigen Worten zusammenfassen: Gut, zweckdienlich und sehr professionell. Hier hat man sich wahrlich nicht lumpen lassen und die vielen Dialoge wurden ebenso gut eingedeutscht wie gesprochen. Auch die kleinen Sticheleien zwischen George und Nico kommen gut rüber und wirken nicht aufgesetzt. Selbiges gilt auch für die Musikuntermalung, die eine gute Atmosphäre erzeugt. Die Soundeffekte mögen vielleicht manchmal etwas zurückhaltend sein, schaden dem rundum positivem Soundeindruck aber keinesfalls.

…::: Gameplay :::…

Eigentlich, ja eigentlich müsste ich hier jetzt voll auf den viel zu einfachen Rätseln, dem dämlichen Kistenschiebereien und den noch überflüssigeren JumpnRun-Einlagen rumhacken. Eigentlich. Zum Glück wird das Ganze von einer sehr gelungenen Geschichte so gut kaschiert, dass trotz der zeitraubenden \”Minispiele\” immer wieder genug Motivation vorhanden ist, weiterzuspielen. Der Mythos um die Temper und ihr Unterfangen, dass Gleichgewicht der Erde zu stürzen ist ein Thema, welches scheinbar immer wieder funktioniert. Verbunden mit einigen Zwischensequenzen und den ständig wechselnden Schauplätzen und Charakteren entschädigt BF3 die Spieler für die meisten simplen Rätsel.

…::: Fazit :::…

Wie sagt man so schön? Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Selten trifft es auf ein Spiel so gut wie bei Baphomets Fluch 3. Zwar hat so ziemlich jedes Element im Spiel seine Vorteile, zieht aber auch immer wieder Nachteile mit sich. Allen voran sicherlich die einfachen Rätsel, banale Kistenschiebe-Einlagen und die unsägliche Lauferei. Auf der anderen Seite wartet es mit einer wirklich guten und abwechslungsreichen Geschichte auf und bietet zudem eine längere Spielzeit mit vielen Lokalitäten. Hier ein gerechtes Fazit zu ziehen ist nicht ganz leicht und hängt stark von den Prioritäten des Einzelnen ab. Wer sich auch mit leichterer Rätselkost zufrieden gibt, sich mit der 3D-Grafik anfreunden mag und keine Angst vor Tastatursteuerung hat, der sollte zugreifen. Anspruchsvolle Rätselfreunde werden eher auf die Vorgänger zurückgreifen. Mir hat es Spaß gemacht, auch wenn der ein oder andere Spielabsschnitt etwas Überwindung gekostet hat.

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