2-Klassengesellschaft
\”Counterstrike\” dürfte jedem PC-Interessiertem ein Begriff sein, selbst Außenstehende können das Wort einem Spiel zuordnen. Nach vielen Berichten über Counterstrike in der heiß diskutierten Killerspiel-Welle ist der weltweit meist gespielte Online-Shooter auch bei Anti-PClern angekommen. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Was aber Fakt ist: Counterstrike ist der bekannteste Ego-Shooter, der speziell im Internet gespielt wird. Angefangen mit \”Counterstrike 1.6\”, einer ursprünglichen Modifikation für Half-Life, über eine nicht ganz so gelungene Version mit Namen \”Counterstrike: Condition Zero\” bis hin zur aktuellsten Ausgabe \” CS Source\”.
\”Counterstrike Source\” verändert das ursprüngliche Spielprinzip nicht, dafür wurden einige Details am Gameplay verändert. Was völlig neu ist: eine ansprechende Grafikengine.
—Das Spielprinzip—
Allseits bekannt gibt es auch in \”Source\” 2 Parteien ( Terroristen, Spezialeinheit ), die sich gegenseitig auf den Maps bekämpfen. Auf den mit _de endenden Karten versuchen die Terroristen eine Bombe auf einem gekennzeichneten Platz zu platzieren, die Aufgabe der Anti-Terrors ist es natürlich diese zu entschärfen oder die Terroristen am Bombenlegen zu hindern.
Auf den Karten, die mit _cs enden dreht sich wiederum alles um eine Geisel ( oder mehrere ), die sich in den Händen der Terroristen befindet. Als Anti-Terror gilt es diese zu befreien, bevor der Timer ( wie bei den _de-Karten ) abgelaufen ist.
Optional besteht auch die Möglichkeit, alle Feinde zu neutralisieren, um den Rundensieg zu erlangen. Dabei gibt es aber weniger Punkte und Geld für den einzelnen Spieler.
—Die Bewaffnung & das Preissystem—
Um die Ziele zu erfüllen steht jeder Fraktion ein großes Spektrum an Waffen zur Verfügung. Über Pistolen ( Nighthawk bspw. ), Maschinenpistolen ( MP 5, Uzi ), Gewehre ( M4, AK47 ) über Maschinengewehre ( mit 100 Schuss ) bis hin zu Blend – Rauch – und Splittergranaten steht alles bereit was sich ein Onlinegamer in solch einem Szenario wünscht. Zudem lässt sich auch Geld in besondere Ausrüstung wie eine Kevlar-Weste oder ein Nachtsichtgerät investieren. In \”CS Source\” werden die Ausrüstungsgegenstände nämlich gekauft. Zwar startet jeder Spieler mit einer Pistole und einem Messer, aber damit lässt sich nicht viel ausrichten. Für eine gute Waffe ( M4, AK47 ) muss man zum Beispiel um die 3200 € bezahlen, eine durchschlagskräftige Desert Eagle kostet vergleichsweise 800 €. Für jeden Abschuss und für jeden Rundensieg erhält man eine entsprechende Menge Geld.
—Gameplay & Hitboxes—
Je nach Waffenstärke benötigt man zum Abschuss ein paar oder ein halbes Dutzend Treffer. Mit schwerem Geschütz sind Kopftreffer tödlich, sofern der Beschossene keine Kevlar-Weste trägt – dann benötigt man 2 Schüsse. Mit der Standardpistole hingegen reichen erst 3,4 Kopftreffer, bis der Gegner zu Boden geht. Alle Waffen sind gut balanciert, zumal sie auch verschieden stark streuen und verziehen. Im Grunde ist „CS Source“ realistisch ausgelegt, aber reicht lange nicht an Simulationsgrößen wie „Armed Assault“ heran. Eher steht die Action im Vordergrund, gewürzt mit einer Prise Taktik.
—Spielertypen—
Auf den Server sind verschiedene Spielertypen unterwegs:
Rusher: stürmt erbarmungslos auf die Gegner zu und hat so kaum eine Chance lange zu überlegen. Im Laufen schießt man außerdem ziemlich unpräzise.
Taktiker: wartet an strategisch wichtigen Punkten auf sein Team und rückt mit dem vor. Die Überlebenschance steigt, denn wer behutsam vorgeht warnt die Gegner nicht vor und trifft auch genauer.
Camper: der unbeliebteste Spielertyp wartet an schlecht einsehbaren Stellen und schießt auf alles was sich bewegt. Vorteil: er überrascht den Gegner. Nachteil: kann selber erwischt werden, da er nur auf einer Stelle verharrt.
Ein Profi-Spieler vermischt all diese Spieltypen, um unberechenbar zu sein. Da Source nun auch schon etwas in die Jahre gekommen ist, befinden sich etliche Top-Spieler auf den Servern, demnach ist es für Neuankömmlinge schwer Anschluss zu finden. Oder man sucht sich alternativ einen Server, auf dem sich nicht ganz so starke Mitspieler befinden.
—Half-Life 2 Technik—
\”CS Source\” verwendet die hauseigene Source-Engine, die neben detaillierten Schauplätzen auch ein tolles Physiksystem vorzuweisen hat. In „Source“ wirkt sich das auf die getroffenen Gegner aus. Verliert letzterer sein Leben, sackt er physikalisch korrekt zusammen oder fliegt meterweit durch die Luft, wenn ihn eine Grante erwischt hat. Alle Schauplätze sehen sehr schön aus, glänzen mit Effekten wie HDR und Bloom.
Dazu gefallen die Texturen der Locations sowie der Figuren und der Waffen. Kantige Objekte trüben den Eindruck nur minimal.
—\”Ok, let´s g\”!—
Neben den ordentlich klingenden Schussgeräuschen, bekommt man die Befehle bzw. die Aussagen der Teamkollegen zu hören. Die klingen auch in der deutschen Version gut, sind in der englischen aber passender vertont worden ( peppiger ).
—Servercheck—
Server finden Suchende reichlich. Mittlerweile sind abertausende online, somit findet jeder seinen passenden. Seien es Funmaps oder offizielle, Server erreicht man dazu jeden Tag. Die Erreichbarkeit ist im Schnitt sehr gut, nur wenige Server haben eine schlechte Latenz.
—Karten—
Die Maps in \”CS Source\” sind abwechslungsreich und bieten jedem etwas. Offizielle Maps sprechen Gelegenheits – und Clangamer an, Funmaps sind für zwischendurch oder für späte Abendstunden gut geeignet. Maps sind in solch einer Fülle verfügbar, das andere Multiplayer-Games da nicht mithalten können.
Fazit:
CS Source ist durchweg grandios und offenbart kaum Mängel. Jeder Multiplayer-Interessierte sollte einen Blick wagen.