Lukas Tom Blog

28. Juli 2010

Die Entdeckung der arabischen Literatur am Golf

Abgelegt unter: erotik, medien, php — Schlagwörter:, , , , , , , , , — admin @ 11:06 PM

In seinen Erzählungen wagt sich der saudische Schriftsteller Abdo Khal in das soziale Unbekannte der saudischen Gesellschaft vor: Er schildert schonungslos die Veränderungen in den gesellschaftlichen Beziehungen infolge der Gründung des Königreichs, der rasanten Modernisierung und der aufgezwungenen wahhabitischen Richtung des Islam.

Im Interview mit spricht der Gewinner des diesjährigen arabischen Bookerpreises Abdo Khal über die Bedeutung dieser hohen Auszeichnung für die Golfregion sowie über die Aufteilung der arabischen Kultur in Zentrum und Peripherie. Ich habe mich mit ihm am Rande der Buchmesse in Abu Dhabi unterhalten können. Hier können Sie das Gespräch lesen:

Ihr arabischer Roman „Tarmi bi shararin“ (zu Deutsch: „Sie sprüht Funken“) gewann am Rande der Buchmesse in Abu Dhabi den diesjährigen arabischen Bookerpreises. Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie und die arabische Literatur am Golf?

Abdo Khal: Diese Auszeichnung stellt einen Meilenstein für die Literatur in der Golfregion dar, die lange vom Rest der arabischen Welt kaum beachtet wurde. Viele in der arabischen Buchbranche und im Literaturbetrieb haben den Erfahrungsschatz der Menschen am Golf in ihrer langen arabisch-islamischen Geschichte nicht zu würdigen vermocht, obwohl diese die Seewege lange kontrollierten und zur Bereicherung der arabischen Kultur entscheidend beigetragen haben.

Das heißt, der Bookerpreis kann als eine Art „Rehabilitation“ der arabischen Literaturleistungen am Golf angesehen werden…

Abdo Khal: Zweifelsohne kann die Verleihung des Bookerpreises an einen Autor aus der Golfregion helfen, das Monopol des so genannten „Zentrums“ in der arabischen Kultur zu brechen, zumal ich diese künstliche Aufteilung der arabischen Kultur in Zentrum und Peripherie in Bezug auf einen traditionsreichen Kulturraum wie den arabischen für unwürdig halte. Literarische Kreativität hat meiner Ansicht nach mit geographischer Aufteilung nichts zu tun.

Zurzeit befindet sich die Golfregion in einer Aufbruchsstimmung und avanciert zunehmend zu einem wichtigen Epizentrum der Globalisierung. Auch deshalb sollte den menschlichen Leistungen in dieser Region mehr Beachtung geschenkt werden. Um arabischen Autoren zum Durchbruch zu verhelfen, plädiere ich sogar dafür, alle fünf Shortlist-Autoren auszuzeichnen, wobei es dabei weniger um Preisgelder gehen sollte, sondern vielmehr um die Anerkennung und Würdigung ihrer literarischen Leistungen.

Ihr Roman „Sie sprüht Funken“, in dem Sie ohne Rücksicht auf Tabus die gesellschaftlichen Veränderungen in der Stadt Dschidda beschreiben, wurde vor allem aufgrund seiner provozierenden Sprache heftig kritisiert. Einige Kritiker meinen, Ihr Roman diffamiere die moralischen Werte der Gesellschaft? Hat Sie diese Kritik überrascht?

Abdo Khal: Nein. Es ist völlig normal, dass ein Roman, der soziale Phänomene kritisch beleuchtet und nicht zimperlich mit den Mächtigen umgeht und vor allem Despotismus und Machtmissbrauch anprangert, unterschiedlich bewertet wird. Ich denke aber, dass gute literarische Kritik viel Erfahrung voraussetzt, damit der Kritiker die Komplexität des Romans mit allen Verknüpfungen ihrer Handlungsstränge und Figuren überhaupt erfassen kann.

Ein Roman wird in der Regel falsch eingeschätzt, wenn sich die Kritiker nur auf einen Teilaspekt des Romans konzentrieren und andere Aspekte und Handlungsstränge außer Acht lassen.

Nicht wenige Kritiker sind der Meinung, Ihr Roman sei sehr erfolgreich, weil er skandalös sei…

Abdo Khal: Ich weiß nicht, warum der Roman auf diese Skandal- und Sexualität-Aspekte reduziert wird. In der Tat kann man einen Roman nicht von seinem Handlungsort trennen, insbesondere wenn er zu einem Symbol wird, das die Doppelmoral einer Gesellschaft aufdeckt und für mehr Freiheitsräume plädiert. Meiner Ansicht nach muss jeder Roman das arabische „Tabu-Dreieck“ – bestehend aus Religion, Politik und Sexualität – tangieren.

Ihr Roman handelt vom Niedergang eines Stadtteils in Dschidda, von den Verlierern und Ausgegrenzten der Gesellschaft. Was möchten Sie damit genau kritisieren?

Abdo Khal: Die Ausgegrenzten sind für meine Begriffe alle Menschen in einer Gesellschaft, die nicht in der Lage sind, sich Gehör zu verschaffen. Mein Roman „Sie sprüht Funken“ ist eine Auseinandersetzung zwischen zwei Welten: die des dekadenten Reichtums und die der bitteren Armut – er beschreibt diese Welten mit all ihren Facetten. Und jeder kann in diesem Roman lesen, was er möchte: Die literarische Schönheit oder die skandalösen Teilaspekte.

Interview: Loay Mudhoon

Übersetzung aus dem Arabischen von Loay Mudhoon

© Qantara.de 2010

Abdo Khal wurde 1962 in Jizan im Südwesten Saudi-Arabiens geboren. Er studierte Politikwissenschaften an der „University of King Abdulaziz“ in Dschidda. Seit Beginn der 1980er Jahre arbeitet Khal für verschiedene saudi-arabische Zeitungen. Zurzeit leitet er das Feuilleton der Tageszeitung „Ukaz“ und ist Mitherausgeber der Zeitschrift „Ar Rawi“.

Mehr Beiträge zum Thema: Arab Booker Prize für Youssef Ziedan

Seit zwei Jahren gibt es den „Arab Booker Prize“ für Autoren aus dem arabischen Raum. Beide Male ging er nach Ägypten. Der Gewinner in diesem Jahr ist Youssef Ziedan, der mit seinem Roman „Azazil“ für Furore sorgt. Khalid El Kaoutit informiert.

Literaturverlage in Kairo

Im Rahmen eines deutsch-ägyptischen Kulturprogramms wurde der deutsche Literaturverleger Axel von Ernst nach Kairo eingeladen, um sich mit seinen ägyptischen Kollegen über die dortige Literaturlandschaft auszutauschen. In diesem Reisebericht schildert er seine Eindrücke.

Dossier:
Die Literatur ist immer ein zentrales Medium des Kulturdialogs. Dabei sind es oft Aktivitäten, die im Kleinen, ja Verborgenen stattfinden: Übersetzer und Verleger, die sich am Rande des Existenzminimums um die geliebte fremde Kultur verdient machen. Wir präsentieren deutsche und arabische Initiativen.

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Nachruf auf den Nasr Hamid Abu Zaid: Wegbereiter für fortschrittliche Lesarten des Koran

Wegbereiter für fortschrittliche Lesarten des Koran: “Gerade wenn die Botschaft des Islam für die gesamte Menschheit unabhängig von Zeit und Ort gültig sein soll, ist eine Vielfalt der Interpretation unvermeidlich”, sagte der international bekannte ägyptische Literaturwissenschaftler und Koranforscher Nasr Hamid Abu Zaid.

Der international bekannte ägyptische Literaturwissenschaftler und Koranforscher Nasr Hamid Abu Zaid gehörte zu den führenden islamischen Reformdenkern der Gegenwart. Seine diskursanalytische Untersuchung des Koran legten den Grundstein für zeitgemäßes Verständnis des Islam. Abu Zaid ist im Alter von 66 Jahren in Kairo gestorben. Eine Würdigung von Loay Mudhoon

Vertreter des traditionell islamischen Establishments sowohl in den meisten islamischen Ländern als auch in den islamischen Gemeinden des Westens dürften dem berühmten Diktum des britischen Generalkonsuls in Ägypten Lord Cromer aus dem Jahre 1880, demzufolge ein „reformierter Islam kein Islam mehr ist“, ohne große Schwierigkeiten zustimmen. Denn der Islam ist für sie – und für die meisten gläubigen Muslime – etwas grundsätzlich Vollkommenes, das nicht „reformiert“ werden kann.

Doch Versuche einer Reformierung bzw. Erneuerung des religiösen Diskurses im Islam hat es seit Beginn der islamischen Zeitrechnung immer gegeben.

Darauf hat der ägyptische Literaturwissenschaftler und Koranforscher Nasr Hamid Abu Zaid immer wieder hingewiesen. Abu Zaid erinnerte daran, dass die ersten intellektuellen Anstrengungen der Muslime der Koranauslegung gewidmet waren; schließlich appelliere das heilige Buch der Muslime an das menschliche Erkenntnisstreben.

Allerdings hätten sich die wenigen Reformer der kritischen Betrachtung der Grundsätze des Islam gewidmet – und sich kaum um neue, wissenschaftliche Zugänge zur heiligen Schrift des Islam bemüht.

Offenbarung als Kommunikationsprozess

Genau dies tat der ägyptische Linguist und Koranforscher Abu Zaid und wandte sprachwissenschaftliche Methoden über die Kommunikation auf den Koran an:

In jeder Kommunikationssituation gebe es einen Sender und einen Empfänger, und damit eine Botschaft beim Empfänger ankommen könne, müsse der Sender sie codieren und der Empfänger sie dementsprechend decodieren: „Die Offenbarung ist der Kommunikationsprozess, der Kanal, durch den das Wort Gottes Mohammed gegeben wurde“, sagte Abu Zaid.

Abu Zaid bestritt nie, dass Gott den Koran offenbart habe. Das heilige Buch der Muslime war für ihn jedoch mehr als „die Rede Gottes“, denn er habe eine menschliche Seite, die arabische Sprache. Und diese sei faktisch ein Produkt, das Werte und Normen der damaligen arabischen Kultur widerspiegele. Den Koran betrachtet er deshalb als das Ergebnis eines 23 Jahre andauernden kommunikativen Austausches.

Diesen kommunikativen Prozess erhellte er mit modernen hermeneutischen Ansätzen und verdeutlichte auf diese Weise den menschlichen Anteil an der Entstehung, Deutung und vor allem Anwendung des koranischen Textes in der Praxis.

Historisierung des Korans

Durch sein Bemühen, den Islam aus der Umklammerung traditionalistischer und legalistischer Interpretationen zu befreien und seine Auslegung auf die Erfordernisse der Moderne und ihre normativen Errungenschaften wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte hin auszurichten, wies Abu Zaid den Weg für einen zeitgemäßen und flexibleren Umgang mit dem Koran:

„Wir begreifen den Korantext als kulturelles Produkt in seiner historischen Entstehung und gleichzeitig als Erzeuger einer neuen Kultur in der Geschichte. Die Erzeugung einer Kultur durch den Text geschieht jedoch nur über die Rezeption des Korantextes durch die Muslime, die wiederum von ihren eigenen Perspektiven und Geisteshaltungen abhängig ist. Wenn wir dies verstehen, können wir schlussfolgern, dass diese Kultur, die die Muslime selbst erzeugt haben, eine zeitlich gebundene Kultur ist, die wir kritisch analysieren und verstehen können“, erklärte Abu Zaid.

Für diese These musste Abu Zaid einen hohen Preis bezahlen: Er wurde in Ägypten angefeindet und wegen Apostasie angeklagt, dann von seiner Frau, der Romanistin Ibtihal Younis zwangsgeschieden – eine Farce ohne historisches Beispiel.

Damals lag es auf der Hand, dass nicht seine wissenschaftliche Arbeit zur Koranexegese die Gegner auf die Barrikaden gerufen hatte, sondern seine Einmischung in die Politik:

Abu Zaid griff 1992 in seinem Buch „Die Kritik des religiösen Diskurses“ den installierten „Staatsislam“ der Mubarak-Regierung an, denn dieser sei, so Abu Zaid, „nicht besser als die Islamdeutung der Extremisten, da beide auf ihrem Monopol auf die absolute Wahrheit bestehen“.

Glaube an den Wandel

Abu Zaid musste seine Heimat wegen Morddrohungen verlassen und ging mit seiner Frau ins niederländische Exil, wo er zuletzt an der Universität Utrecht den Lehrstuhl für Humanistik und Islam innehatte.

Der bescheidene Islamgelehrte Abu Zaid ließ sich nicht von Anfeindungen und Diffamierungsversuchen entmutigen und glaubte bis zu letzt an den heilsamen Wandel im Islam: „Ja, ich bin ein Opfer. Aber ich bin auch ein Zeuge des Wandels, der vonstatten geht, allen Grausamkeiten – wie in meinem Fall – zum Trotz. Der berühmte arabisch-spanische Philosoph Averroës wurde verurteilt. Doch seine Ideen haben sich trotzdem im Westen ausgebreitet“, sagte der lebensfrohe Gelehrte in seinem letzten Interview mit Qantara.de.

Es ist zu hoffen, dass die große Lücke, die Abu Zaid in den Debatten um die Reformierung und Modernisierung des Islam hinterlässt, zumindest ansatzweise von seinen zahlreichen Schülern geschlossen werden kann.

©
Loay Mudhoon / Qantara.de 2010

Mehr Beiträge zum Reformislam:

Nasr Hamid Abu Zaid

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Interview mit Nasr Hamid Abu Zaid

Nach Ansicht des ägyptischen Literaturwissenschaftlers und führenden islamischen Reformdenkers Nasr Hamid Abu Zaid stellt die Freiheit des Individuums die Voraussetzung des Glaubens dar. Deshalb habe auch jeder das Recht, zu konvertieren. Erhard Brunn hat sich mit ihm unterhalten.

Mohammed-Biographien

In jüngster Zeit haben Bücher über den Propheten Mohammed Konjunktur. Katajun Amirpur hat zwei von ihnen unter die Lupe genommen: die des in Göttingen lehrenden Islamwissenschaftlers Tilman Nagel und des großen islamischen Philosophen Nasr Hamid Abu Zaid.

Globalisierungskritik

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Dossier
Welche Ansätze bietet der Islam zur Reform und Demokratisierung der modernen muslimischen Gesellschaften? Qantara.de stellt Positionen und Initiativen renommierter Denker aus der islamischen Welt vor.

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14. Juli 2010

Schönheitsops 2.0.

Abgelegt unter: erotik, medien, young — Schlagwörter:, , , , , , , , — admin @ 11:41 AM

Jetzt wo der Sommer vor der Tür steht, machen sich viele ernsthaft Gedanken darüber, wie sie die Bikinisaison überleben sollen. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits zu spät um sich auf irgendwelche Kamikaze-Aktionen einzulassen und eine lächerliche Diät anzufangen, oder endlich ihren Körper ins Fitnessstudio zu schleifen, das sie ohnehin seit Monaten schon bezahlen. Doch viele von uns geben auf, bevor wir überhaupt damit anfangen und glauben, dass das Leben ohnehin schon hart genug ist, als dass man sich noch zusätzlich wegen ein paar Fettpölsterchen grämen sollte.

stars und schönheitsops

Nichts desto trotz, gibt es Menschen, die auf drastischere Methoden zurückgreifen, um sich in ihrem Körper wohl zu fühlen: in dem sie ihre Körper von den flinken Händen eines Schönheitschirurgen formen lassen. Das Beunruhigende daran ist, dass sich immer mehr junge Menschen, insbesondere Mädchen, unters Messer legen, mit dem Wunsch diesem Schönheitsideal, das ständig in den Medien gezeigt wird, zu ähneln.

Die D-Prominente Heidi Montag, Star der amerikanischen Reality-Serie „The Hills“, hat sich mit nur 23 Jahren und in einem verzweifelten Akt nach Aufmerksamkeit 10 Mal an demselben Tag operieren lassen (genau, ZEHN Mal!). Selbstverständnis brachte dies Montag Aufmerksamkeit, fraglich ist nur, ob aus den richtigen Gründen, und ob die Öffentlichkeit sich nicht vielmehr Sorgen um ihre psychische Gesundheit machte. Schönheitsops sind jedoch nicht nur in Hollywood en vogue. Die Australierin Ambah Young hat 13.000 Dollar für eine Bauchstraffung, ein Busenlifting und eine „Verjüngung“ ihrer Genitalien ausgegeben, da sie nach ihrer Schwangerschaft und mit nur 18 Jahren wieder „jünger“ aussehen wollte.

Hier einige der beliebtesten Schönheitsops in einigen Ländern:

Spanien: Brustvergrößerung
USA: Botox –Spritzen
Argentinien: Gesichtslifting
Brasilien: Fettabsaugung
Japan: Augenlidoperation

Jeder hat das Recht und die Freiheit mit seinem Körper das zu tun, was er möchte. Trotzdem kommt die Frage auf, ob es sich wirklich lohnt seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen, um sich schöner zu fühlen. Aber das muss jeder für sich beantworten. Egal wie können ein paar angenehme Urlaubstage dazu beitragen, dass du ausspannst, und dir vielleicht weniger Gedanken über so flüchtige Dinge wie Schönheit machst. Miete und lass dich ein auf die Magie dieser schönen Stadt.

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27. Juni 2010

Lena Meyer-Landrut und die Chancen in Oslo

Abgelegt unter: Allgemein, Werbung, medien, news — Schlagwörter:, , , , , , , , — admin @ 9:07 PM

Nicht mehr ganz eine Woche – am 29. Mai – dann heisst es Eurovison Songcontest in Oslo. Wie den meisten unschwer entgehen konnte, wird Deutschland dieses Jahr von Lena Meyer-Landrut mit ihrem Song “Satellite” vertreten.

Wie stehen nun ihre Chancen? Aus meiner persönlichen Sicht gleich Null. Mein Platzierungstipp – sie wird es nicht unter die ersten 20 Plätze schaffen. Germany nix mit Points.

Anfangs fand ich das Mädel und ihren Song noch recht interessant. Mittlerweile geht mir der Song – auf gut deutsch gesagt – nur noch auf die Nüsse. Läuft er im Radio so wechsele ich sofort den Sender, gleiches gilt auch für den Fernseher. So richtig sattgehört habe ich mich an dem Gequäke. Nicht einmal “” konnte mich hinter dem Ofen hervorlocken.

Mir scheint, ich bin recht einsam mit dieser Meinung und Einstellung. Die Hitlisten bezeugen eindeutig das Gegenteil. In der liegt der Song Satellite auf dem zweiten Platz. Aber man muss ja nicht immer Mainstream sein – gegen den Strom schwimmen macht doch viel mehr Spass ;-) .


Kommentare

  • , writes: Nein, mit der Meinung bist du nicht alleine.

    Ich kanns auch schon nicht mehr hören und ihre Art wie sie Interviews gibt kann ich schon hundert mal mehr nicht ab, immer diese aufgesetzten Witze, über die man nicht lachen kann. Hoffentlich ist der Spuk bald vorbei.

    Gruß
    Andreas

  • , writes: Sehe ich genau so, nur dass mir das Lied und die Person schon von Anfang an auf den Kekes gegangen sind. Trotzdem finde ich es schlimm, wie das Mädel medienseitig verbrannt wird.

    Unabhängig davon hätte Deutschland gut daran getan schon vor Jahren diesem Mist von EVSC zu entsagen. Mittlerweile sind wir nun noch zahlende Teilnehmer.

  • , writes: Ich konnte das Lied anfangs nicht hören, irgendwann wurde es bei mir dann doch zum Ohrwurm… und inzwischen bin ich in der Phase gelandet, in der es mir egal ist. Weder freue ich mich besonders, wenn es -mal wieder- im Radio läuft, noch bekomme ich einen Ärger-Anfall^^

    Letztlich muss es ja auch nicht (mehr) uns hier in Deutschland, sondern im Rest von Europa gefallen ;) Ob das klappt, da wage ich seit Jahren keine Prognosen mehr… dafür ist mir das Punkte-Geschachere zwischen so manchen Staaten zu unvorhersehbar geworden.

  • , writes: @Andreas: Interviews schaue ich mir gar nicht an. Im Reader hatte ich die Tage einige Beiträge dazu. Die Meinungen dort haben mir bereits ausgereicht ;-) .

    @Stephan: “medienseitig verbrannt” ist der richtige Begriff. Es würde mich auch nicht wundern, wenn man nach dem ganzen Hokuspukus nichts mehr von ihr hört und sieht.

    @Sascha: Na ja, dem Rest von Europa könnte es ja vielleicht gefallen. Denen ist ja nicht täglich mehrfach ein “Satellite” auf die Nuss gefallen :lol: .

  • , writes: … mal anschaut, dann wird das auch nicht eine Lena rausrei
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Mohammed Abed al-Jabri: Der Kritiker der arabischen Vernunft ist tot

Der bekannte marokkanische Philosoph Mohammed Abed Al-Jabri ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Durch seinen Tod verliert die arabische Welt eine ihrer einflussreichsten und kritischsten Stimmen im innerarabischen Diskurs über Identität, Geschichte und Politik. Denn im Mittelpunkt seiner Werke standen das Scheitern der Aufklärung in der islamischen Welt und die Suche nach einer arabischen Identität in der Moderne.

In der Tradition der Aufklärung unterzog al-Jabri die arabische Kultur einer fundamentalen Analyse und Kritik, vor allem in seinem Buch „Kritik der arabischen Vernunft“, das Hauptwerk al-Jabris, das in vier Bänden (1984 bis 2001) erschien. Bis heute lösen die Thesen Mohammed Abed Al-Jabri von Marokko über Ägypten bis nach Syrien kontroverse öffentliche Debatten aus. Hier ein  Nachruf von Sonja Hegasy.

(hier ein Auszug aus seiner „Kritik der arabischen Vernunft“)

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Das Blog zum philosophischen Werk von Mohammed Abed al-Jabri

Porträt des Philosophen Mohammed Abed al-Jabri

Der marokkanische Philosoph Mohammed Abed al-Jabri gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten arabischen Intellektuellen der Gegenwart. Im Mittelpunkt seiner Werke stehen das Scheitern der Aufklärung in der islamischen Welt und die Suche nach einer arabischen Identität in der Moderne. Von Sonja Hegasy

Der islamische Reformdenker Muhammad Shahrur

Muhammad Shahrurs Werk ist ein umfassender Versuch, die Religion des Islam mit moderner Philosophie ebenso in Einklang zu bringen wie mit dem rationalen Weltbild der Naturwissenschaften. Seiner Ansicht nach ist die Rechtssprechung im Namen Gottes eine Farce zugunsten politischer Machtkalküle. Loay Mudhoon stellt den streitbaren Reformdenker vor.

Interview mit Hans Magnus Enzensberger

Auf Einladung von Scheich Al Maktoum, dem Herrscher des Emirats Dubai, trafen sich namhafte deutsche und arabische Schriftsteller und Meinungsführer zum „arabisch-deutschen Kulturdialog“. Zugegen war auch Hans Magnus Enzensberger. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er die Frage, ob es in der arabischen Welt einer neuen Aufklärung bedarf. Mit ihm hat sich Loay Mudhoon unterhalten.

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